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Doris Pfyl, Hauptausbilderin

Doris PfylHallo, mein Name ist Doris Pfyl. Ich lebe inmitten wunderschöner, muränenhügeliger Landschaft im lauschigen Finstersee. Finsti - so nennen wir Einheimischen unser Dörfchen – liegt am äussersten Zipfel des Kantons Zug. Im Sommer weht hier stets ein angenehmes Lüftchen und im Winter liegt auch einmal tüchtig Schnee. Natur pur eben.  

Auch wenn meine Wurzeln sehr bodenständig waren – meine Eltern bewirtschafteten einen Bauernhof im Küsnachterberg – liebte ich bereits als Mädchen Mode und Veränderung. Die Kleider und vor allem die Schuhe meiner Mutter waren vor mir nicht sicher. Besonders angetan hatte es mir das Cocktailkleid in ihrem Schrank. Es hob sich stark von der sonst eher bescheidenen Auswahl ab. Nichts desto trotz: Mit Leidenschaft zog ich alles, was der Schrank hergab, immer wieder an und versuchte diverse Kombinationsmöglichkeiten aus.

Warum weisse Laborschürzen bei Kündigungen helfen

Der weitere Berufsverlauf als Kauffrau änderte nichts an der Freude für Mode. Allerdings fühlte ich mich dabei zeitweise etwas alleine gelassen. Viele Jahre arbeitete ich in einem medizinischen Labor der Universität Zürich. Das Thema ‚Styling‘ war da nicht wirklich präsent. Die weissen Laborschürzen gaben rein modetechnisch nicht viel her.

Nach 11 Jahren Medizin musste eine neue Herausforderung her. Über Nacht kam die Idee auf, eine Ausbildung zur Farb- und Modestilberaterin in Angriff zu nehmen. Dass ich die Ausbildung beim Schweizer Fachverband absolviere, stand sofort fest. Nur dieser besitzt die eidgenössische Trägerschaft.

Nach den ersten Kurstagen war klar: ‚Das ist es‘! Ich kündigte meine Stelle und machte mich an die Aufbauarbeit meiner Firma. Anfangs kamen die Aufträge zögerlich. Aber nachdem ich im 2006 den eidgenössischen Fachausweis erlangte und zudem die Ausbildungen zur Kniggetrainerin und Visagistin absolvierte, erhielt ich danach auch die wirklich grossen und sehr interessanten Aufträge.

Welcher Beruf ist der weltbeste?

Es gibt viel Berufe, die toll sind. Aber ich meine mit Überzeugung, den Allerbesten zu haben. Er passt einfach perfekt zu mir. Meine Selbstständigkeit – ich bin stolze Inhaberin einer GmbH – macht mir sehr Spass. Natürlich musste ich mich anfangs ziemlich ins Zeug legen, um dann auch etwas auf dem Konto zu haben. Aber schon bald konnte ich mir meinen ersten Lohn auszahlen. War das ein Gefühl!

Die Leidenschaft für ‚meinen‘ Beruf gebe ich mit Freude weiter. Deshalb bilde ich sehr gerne für den Schweizer Fachverband angehende Berufskolleginnen und Kollegen aus. Auch unterrichte ich Studierende an diversen Fachhochschulen und coache Personal von unterschiedlichen Firmen in den Bereichen moderne Umgangsformen und Bekleidung. In den persönlichen Farb- und Stilberatungen zeige ich Damen und Herren auf, wie sie ihre Persönlichkeit optimal zur Geltung bringen. Immer wieder finde ich es überwältigend, wie sehr sich Personen nach einer Beratung verändern und dann prompt auch Komplimente erhalten. Ebenfalls führe ich regelmässig Einkaufsbegleitungen und Garderobenchecks durch. So bleibe ich auf allen Ebenen des Berufs Farb-, Stil- und Imageberaterin am Ball.

Doris Pfyl HauptausbilderinModeln macht auch später Spass

Als kleinen Nebenberuf habe ich das Modeln entdeckt. Jede Saison werde ich für Fashion-Shows gebucht und auch ab und zu bin ich auch einmal auf einer Plakatsäule zu entdecken. Mein nicht mehr ganz junges Gesicht spricht offenbar eine kauffreudige Kundschaft an und zeigt, dass Mode und Lifestyle für jeden Jahrgang gemacht ist.

Mein himmelblaues Jungfrau Rallye

Vieles in meinem Leben – ausser vielleicht gerade mit dem Velo auf den Gottschalkenberg zu krakseln, Sport gehört nicht wirklich zu meinen Vorlieben - tue ich mit Leidenschaft. So auch das Oldtimer fahren. Den Wind in den Haaren zu spüren, wenn ich mit meinem himmelblauen Triumpf unterwegs bin, ist fantastisch. Übrigens hat er den gleichen Jahrgang wie ich, deshalb vermutlich die grosse Sympathie. Auch mag ich Garten- und Hausarbeit. Vor allem liebe ich das Kochen und das anschliessende Geniessen der Leckereien.



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Freitag, 24. November 2017