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Was bringt eine Berufsberaterin dazu, Farb- und Stilberaterin zu werden?

Nathalie Andrey Jordan

Nathalie Andrey Jordan hat bereits viel Lebens- und Berufserfahrung und ist ein Mensch mit einer ganz eigenen Ausstrahlung. Irgendwie ähnelt sie Audrey Hepburn, jedenfalls sagt man ihr das immer wieder.

Und wie Audrey Hepburn mag sie Schuhe über alles. Ihre Sammlung umfasst viele, sehr viele. In allen Farben und Formen und selbstverständlich auch in jeder Absatzhöhe. Denn Nathalie gehört zu den Frauen, die von Morgens bis spät Abends - schmerzlos - auf fantastischen High Heels eine umwerfende Wirkung hinterlassen können.

Seit kurzer Zeit ist sie diplomierte Farb-, Stil- und Imageberaterin FSFM. Wie beurteilt sie die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung?


Vorab noch etwas: Bald wird meine eigene Website aufgeschaltet, aber sie ist noch nicht ganz fertig. Der Name meines Studios bleibt deshalb noch mein kleines Geheimnis, das in Kürze gelüftet wird!

Zur Person: Ich bin 42jährig, bin verheiratet und habe 2 Kinder (15 und 13jährig).

Ausbildungen:

Einen Master in Psychologie, mit Spezialisierung in Berufsberatung; CAS Gender Studies; akkreditierte Ausbildung in Coaching; zwei Ausbildungen in Musik: in Klavier und bald in Gesang. 

 

Weshalb haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?

Mode interessiert mich schon sehr lange und meine Freundinnen bezeichnen mich als tendentielle Fashion Victim.

Dann nahm ich einmal an einer Information über die Farb- und Stilberatung teil. Die Referentin, selber eine Imageberaterin, überzeugte mich sehr. Besonders auch, weil ich an diesem Vortrag feststellte, dass diese Art von Beratung fundiert und seriös ist. So spielte ich mit dem Gedanken, mir dieses Wissen auch anzueignen.


Als Berufsberaterin beschäftige ich mich stark mit der Berufswelt und ich weiss, wie wichtig Diplome sind. Ausserdem will ich die Sachen nicht halbbatzig machen. So war es für mich selbstverständlich, dass ich die komplette und beste Ausbildung absolvieren will, mit der ich auch das eidgenössische Diplom erreichen kann.

Als Sie in der Abklärungsphase waren, welche Ausbildungsinstitute haben Sie studiert und mit wem haben Sie darüber gesprochen?

Ich habe keine andere Schule angeschaut und auch mit niemandem darüber gesprochen. Das fand ich überflüssig, da ich durch meinen Beruf als Berufsberaterin durchaus fähig bin, eine Ausbildungsinstitution richtig einzuschätzen und mir eine Meinung zu bilden über die Qualität der angebotenen Ausbildungen. Ein weiterer Pluspunkt war die geographische Nähe meines Wohnorts zum Schulungsort.


Wie möchten Sie die neue Ausbildung in Ihre bisherige Tätigkeit integrieren?

Momentan arbeite ich halbtags als Berufsberaterin. Zu Beginn der Ausbildung dachte ich, dass ich ein Zimmer in unserem Haus als Beratungsstudio einrichten und dort Farb- und Stilberatungen anbieten würde.

Kürzlich erhielt ich ein überraschendes Angebot, das ich freudig angenommen habe: ich werde mich einer Therapeuten-Gemeinschaftspraxis anschliessen und dort alles anbieten, was sich in meinem beruflichen Erfahrungs"koffer" befindet. Dazu gehört das Berufs-Coaching und die Farb- und Stilberatung. Somit werde ich meine eigene Praxis eröffnen, in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und anderen Berufsgruppen aus dem Wellbeing-Bereich. Die Praxis befindet sich mitten in Fribourg und zu Beginn werde ich meine bisherige Stelle noch beibehalten. 

Welche Ausbildungsaspekte gefielen Ihnen besonders gut und welche etwas weniger?

Grundsätzlich liebe ich es, neue Dinge zu lernen, die ich sofort in die Praxis umsetzen kann. In dieser Ausbildung ist dies von Anfang an der Fall. Man kann die erlernte Theorie unmittelbar umsetzen.

Ich mag den Austausch mit den andern Teilnehmerinnen. Sie kommen aus einem Milieu, mit dem ich normalerweise wenig Berührung habe, meine Welt ist das Bildungswesen, die Schule und dann natürlich die Psychologen...). Der Kontakt zu den andern Teilnehmerinnen war für mich extrem bereichernd. Zudem war es ganz besonders schön, da wir eine super Gruppe waren, die sich sehr gut verstanden hat!


Diese Ausbildung hat mit dem Aussehen zu tun, ein Bereich, mit dem ich beruflich normalerweise überhaupt keine Berührungspunkte habe. Aber gleichzeitig betrifft es eben doch den genau gleichen Lebensbereich, denn auch mein Beruf hat mit Lebensgefühl und einem besseren Wohlbefinden zu tun.

Mir missfiel nichts wirklich, höchstens vielleicht ein paar Orthographiefehler und die nicht so gut geheizten Schulungsräume. Ich will das lernen, was mir gelehrt wird und will es in die Praxis umsetzen. Auch nach der Ausbildung will ich mich mit der Materie weiter auseinandersetzen und überhaupt mit der Imageberatung.

Was war das Überraschendste während der Ausbildung?

Das Überraschendste… ? Die Reaktionen aus meinem Umfeld, wenn ich erzählte, was für eine Ausbildung ich absolviere! Daraus habe ich erfahren, dass es noch viel zu tun gibt, bis der Beruf seinem Wert gemäss eingeschätzt wird. Dass er durch viel mehr Frauen als Männer ausgeübt wird fördert seine gesellschaftliche Anerkennung nicht wirklich. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass dieser Beruf das Image erhält, das er verdient.


Um dies zu veranschaulichen: mehrere von meinen Kollegen und Kolleginnen aus der Berufsberatung waren baff, als sie erfuhren, dass man für diesen Beruf sogar eine eidgenössisch anerkannte Berufsprüfung absolvieren kann. Sie dachten nämlich, dass sei nur so ein Wochenendkürsli.

Der Bericht von Nathalie ist spannend, nicht wahr?! Und sie hat ja so Recht, unser Beruf ist immer noch zu wenig anerkannt und auch zu wenig bekannt. Wir wünschen ihr viel Erfolg und viel Freude mit ihrem neuen Beruf und in der Gemeinschaftspraxis. 

 

Wir gratulieren den neuen Imageberaterinnen zur be...
Bravo: Sieben neue Farb-, Stil- und Imageberaterin...

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Sonntag, 19. November 2017