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Farben besser erkennen, Teil 1

Farben besser unterscheiden

Dieser Blog richtet sich an Profis. An diplomierte Farb- und StilberaterInnen und solche, die es werden wollen!

Hand aufs Herz: Haben Sie nicht auch schon Schwierigkeiten gehabt, Farben den richtigen Farbtypen zuzuordnen?

Ist es nicht manchmal schwierig, schon mal zu entscheiden, ob es ein Grün, ein Petrol oder ein Blau ist? Geschweige denn die Zuordnung von Türkis.

Nicht zu vergessen der Lichteinfluss. Es ist ein Unterschied, ob man eine Farbe bei Tages- oder Kunstlicht betrachtet.

Aber auch die Farben rund um das "Corpus Delicti" beeinflussen, die Farben der Wände und der Decke, der Tisch, auf dem das Grün liegt, die eigenen Kleiderfarben, die ebenfalls ausleuchten.

Farben erkennen ist nicht immer einfach.

Zudem ist man selber nicht jeden Tag gleich fit. Man sieht nicht immer gleich gut.

Und manchmal ist es einfach es bitzeli schwierig. Mir jedenfalls geht es so. Deshalb ist das ein Weiterbildungs-Blog über die Farbe Grün. Grün nehme ich, weil jetzt Frühling ist, und die grünen Blätter für die Jahreszeit Frühling stehen.

 

Erster Schritt

Weiter unten ist eine Bildergalerie zum Thema Grün.

Ich lade Sie in einem ersten Schritt ein, in all diese Grüntöne zu versinken. Schauen, vergleichen, aber nicht werten. Einfach nur wirken lassen.

Im besten Fall staunen Sie dann über die Vielfalt an Grün-Nuancen. Es gäbe ja noch viele Tausende mehr.

 

Zweiter Schritt

In einem zweiten Schritt bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit in jeweils nur einem Bild hängen. Entdecken Sie die unterschiedlichen Grün-Nuancen in nur diesem Bild.

Im ersten Bild beispielsweise, es ist wohl eine Art Agavenpflanze geht das Grün von pastellig bis zum tiefen Dunkelgrün.

Daneben ist ein Bild mit Federkohl, dort hat das Grün wesentlich mehr Gelbanteile.

Dann der Avocados, da ist der Innenteil fast Gelb.

Vergleichen Sie die verschiedenen Grünnuancen innerhalb der gleichen Bilder.

 

Dritter Schritt

In einem weiteren Schritt befassen Sie sich mit den andern Farben, die auf dem jeweiligen Bild enthalten sind.

Das Verhältnis von Grün zur oder zu den andern Farben. Wie sich die Farben gegenseitig beeinflussen. Wo die einzelnen Farben im Bild platziert sind.

Beispielsweise die drei Peperonis nebeneinander. Eine starke Kombination, bei der Rot und Gelb dominanter wirken als das Grün.

Dann die paar Basilikumblätter in der Tomatensuppe. Eine starke, ungewöhnliche Kombination.

Oder auf der untersten Linie die beiden Tapisserienmuster. Das Erste in Grün und Rot, das Zweite nur in zwei Grüntönen. Eine völlig unterschiedliche Wirkung, obwohl das Muster sich ähnelt.

Ebenfalls interessant die rote Rose mit den dunkelgrünen Blättern. Mit meiner Bildschirm-Kalibrierung wirken beide Farben kalt.

Farben besser erkennen Teil 1

Vierter Schritt

Doch zurück zum Grün. Grün enthält Gelb.

Nun dürfte es innerlich klingeln. Jedenfalls bei den ausgebildeten Farb- und StilberaterInnen.

Was ist denn die Farbe Grün, eine Primär- oder eine Sekundärfarbe?

Moment, welches sind die Primärfarben?

Natürlich Rot, Gelb und Blau. Grün ist nicht dabei, also ist es keine Primärfarbe.

Grün ist eine Sekundärfarbe. Diese werden aus den Primärfarben gemischt. In diesem Fall ist es Gelb und Blau, durch das Grün entsteht.

 

Fünfter Schritt

Ist Grün eigentlich eine kalte oder warme Farbe? Wenn wir eine Umfrage starten würden, gingen die Meinungen bestimmt auseinander.

Im Allgemeinen wird Grün als kalte Farbe bezeichnet. Aber eigentlich kommt es auf die Nuance an. Denn es gibt kalte und warme Grüntöne.

Ein Sprossgrün wirkt warm, ein Tannengrün hingegen kalt.

 

Sechster Schritt

Wie erkennt man überhaupt, ob ein Grün warm- oder kalttonig ist?

Ganz einfach, ein warmtoniges Grün ist ein Gelbgrün, also ein Grün, das mehr Gelb als Blau enthält.

Das kalttonige Grün hingegen ist aus mehr Blau- als Gelbanteilen zusammengesetzt.

Frühlings- und Herbsttypen tragen warmtonige (gelbdominante) Grüntöne. Sommer- und Wintertypen hingegen kalttonige (blaudominante) Grüntöne.

 

Siebter Schritt

In der Farbberatung geht es nebst dem Unterton zusätzlich um den Intensitätskontrast. Dieser besagt, ob ein Grün klar oder gedeckt ist.

Die Intensität einer Farbe hat aber nichts mit der Helligkeit bzw. Dunkelheit der jeweiligen Grünnuance zu tun, sondern mit deren Zusammensetzung.

Klare Grüntöne sind nicht trüb oder gedämpft, wirken dadurch lebhafter. Beispiele: Smaragdgrün, Tannengrün, Pistazie, Sprossgrün.

Gedämpfte Grüntöne hingegen wirken weicher, diskreter. Beispiele: Juwelengrün, Jadegrün, Olivgrün, Khaki.

 

Achter Schritt

Am einfachsten erkennt man den Unterton und die Intensität mit dem Farbenpass.

Es gibt einerseits Farbenpässe für jeden der vier Farbtypen, aber auch den sogenannten Vier-Jahreszeiten-Pass.

Profis benutzen eines dieser "Hilfsmittel", um Farben sicher zu unterscheiden und zu erkennen.

Wie man dafür vorgeht und wie man die Farbenpässe einsetzt, lesen Sie im Teil 2, welcher in Kürze veröffentlicht wird.

Damit Sie die Fortsetzung nicht verpassen, hinterlassen Sie bitte Ihre Mail-Adresse auf . So erfahren Sie, wenn die Fortsetzung aufgeschaltet wird.

So schminken Sie einen trendigen Sommerlook!
Lust auf neue Farben?

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Sonntag, 19. November 2017