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Gesichtsmuskel-Training - ein Selbstversuch

FullSizeRender KopieBeim Ordnen meiner Bibliothek ist mir das Buch «Gesichtsmuskel-Training» von Christa Gugler wieder in die Hände gefallen. Ich habe es von einer Freundin geschenkt bekommen.

Es sind seither ein paar Monate vergangen. Und morgens erkenne ich deutlich, dass mein Gesicht aus zwei unterschiedlichen Hälften besteht. Ich greife gehörig in die kosmetische Trickkiste, damit Schiefes wieder gerade hängt. Das dauert, und gottlob sind da ja noch die Anti-Aging-Cremes, die sich ebenfalls wundersam vermehrt haben und ihr Bestes geben.

Jetzt, wo ich das schön gestaltete Buch durchblättere, scheint es mir einen Versuch wert, Straffheit durch Eigenantrieb zu erlangen.

Worum geht es?

Es macht absolut keinen Sinn, die teuersten Cremes zu verwenden, wenn die darunterliegenden Muskeln gleichzeitig verkümmern. Christa Gugler

Im zunehmenden Alter verliert man ca. 30-40 % an Muskelmasse, was sich eben auch stark im Gesicht bemerkbar macht: Verlust an Volumen. Das zeigt sich durch ein schmaleres und hageres Gesicht - man sieht dadurch älter aus, als mit einem vollen und «ausgepolsterten» Konterfei. Haben Sie gewusst, dass unser Gesicht aus über 50 Muskeln besteht, die sich, wie am Körper, aufgrund mangelnder Betätigung abbauen? Dem soll man entgegenwirken.

Wenn ich die aparte Autorin betrachte, die 50+ sein soll, kann ich es kaum glauben. Sie sieht viel jünger und makellos aus. Es motiviert zur Selbstverbesserung.

Ich glaube, was ich illustriert sehe. Frau Gugler lehnt kosmetische Eingriffe ab und bietet selbst Gesichts-Muskel- Kurse an.

Das muss stimmen.

Und ist doch wie beim Fitnesstraining. Bei regelmässiger Anwendung strafft es den Körper. Unternimmt man diese Anstrengung im Gesicht, verändert sich unsere Mimik und Spannkraft. Klar klappt das! Und es gibt nur eins: ausprobieren!

indexDie Geschichte der Autorin

Als Kind war Frau Gugler an Neurodermitis erkrankt und durchlief einen langen Leidensweg.

Musste Cortison-Salben nehmen. Darum versuchte sie verschiedenste Kosmetika, testete neueste Behandlungen, um die starken Mittel absetzen zu können. Durch ihr eigenes Schicksal erlebte sie, wie wichtig gutes Aussehen ist.

So erlebte sie auch den Beginn der «Anti-Aging-Welle». Und entdeckte ihre eigenen ersten Fältchen im Gesicht.

Im Alter von 35 Jahren besuchte sie ihre Schwester in L.A. und lernte eine Freundin von ihr kennen, die sie viel jünger schätzte, als sie wirklich war, weil nahezu faltenfrei.

Von ihr erfuhr sie vom Gesichtsmuskeltraining und ging dieser Methode nach.

Bereits nach 10 Tagen, an denen sie die erlernten Übungen täglich ausführte, liessen sich erste positive Veränderungen erkennen. Nach 3 Wochen spürte sie selbst, wie ihre Haut fester und praller geworden war. Und auch die Bekannten begannen, die Veränderung zu registrieren und fragten sie, ob sie etwas habe an sich machen lassen.

Der eigene sichtbare Erfolg bei sich und bei anderen, ermutigte sie ein eigenes Studio zu eröffnen. Heute hält sie erfolgreich Seminare und Vorträge im In- und Ausland ab. Mittlerweile arbeitet sie unter anderem mit fortschrittlichen Fachärzten für plastische Chirurgie zusammen, die den therapeutischen Nutzen des Gesichtsmuskeltrainings erkannt haben und sogar öffentlich unterstützen.

FullSizeRender3Ich mache den Anfang

Die Fotografien machen Lust, es auszuprobieren. Vorsichtshalber schliesse ich die Badezimmertüre ab. Soll ja niemand meine Verrenkungen und Grimassen sehen.

Die Autorin rät, beim ersten Mal die Übungen vor dem Spiegel auszuführen und darauf zu achten, dass keine Fältchen entstehen. Klar, die will ich ja straffen.

Sie empfiehlt, in den ersten 8-10 Wochen alle Übungen 3 x täglich und max. 5 x täglich zu wiederholen. Mit der Routine braucht man nicht länger als 10 Minuten.

Danach sind alle Übungen 5 x /Woche 1 x täglich auszuführen. Trainiert werden Stirn, Augen, Nase, Lippen, Wangen, Kinn und Hals. Also: Auf los geht’s los!

Ich nehme mein müdes Gesicht in meine Hände. Ziehe, dehne, straffe, halte dagegen. En Chrampf. Gut sehe ich dabei auch nicht aus. Als wollte ich für den nächsten Pantomimen-Auftritt üben. Weiter. Der Weg ist das Ziel. Jetzt nur nicht schlapp machen. Langt ja schon, wenn das meine Haut tut. Ich investiere so viel Kraft, wie ich halt mit meiner verkümmerten Muskulatur im Gesicht imstande bin. Die Zeit verstreicht. Spass fühlt sich anders an. Aber tut es das im Fitnessstudio?

Die Autorin schreibt ja, man müsse bei den Übungen einen deutlichen Muskelschmerz oder zumindest eine starke Anspannung verspüren, was man als Zittern oder Pulsieren wahrnehmen könne. Das tue ich, das tue ich! Und zittere und zittere. Und dann muss ich die Positionen auch noch einige Sekunden lang halten! Das ist es erst beim Lockerlassen eine Wohltat. Und ich schwitze fürchterlich…

Als ich fertig bin, glüht mein gut durchblutetes Gesicht. Sehe aus, wie nach einem Waldlauf. Erholt. Ist doch schon was…

Bereits am Abend fallen mir die Übungen leichter. Auf ein Neues! Und es geht schon flotter von der Hand. Ziehe die Lippen in die Breite. Hoffentlich nehmen sie danach ihre ursprüngliche Form wieder an. Strecke meinen Hals, glätte die Stirn - mein Wille geschehe.

Der andere Morgen

Mein Kopf liegt schwer im Kissen. Wer um alles in der Welt ist denn des Nachts auf mein Gesicht gestanden? Ist das etwa Halsweh? Es dämmert allmählich. Nicht nur draussen vor dem Fenster, sondern auch drinnen, in meinen Gehirnwindungen. Das ist doch nicht etwa ein ausgewachsener Gesichts-Muskelkater? Ich taste meinen Hals ab. Tatsächlich. Da findet sich also noch mehr als nur die Schluckmuskulatur. Es ist mein erster Kopf-Muskelkater. Und ich bin stolz drauf. Entzückt geradezu.

FullSizeRender2Das hat also funktioniert. Das bestärkt mich weiterzumachen, wo ich aufgehört habe. Beim Gesichtstraining.

Leseprobe Gesichtsmuskel-Training mit Übungen

Website Christa Gugler

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Montag, 20. November 2017