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Social Media und Pressearbeit für Anfänger

tumblr mx1ok7DOG21sfie3io1 1280 New Old StockVerfärbten sich Ihre Gesichter auch schon in einem zarten Sommertyp-Rosa, wenn Sie von früher erzählten? Einerseits ist es schampar lustig, andererseits outet man sich als muffiges Relikt aus einer längst überholten Epoche.

Damals litt das Bürofrölein seelisch und körperlich, weil es vom übertriebenen Hämmern in die mechanische Schreibmaschine immer wieder hässliche Handgelenkschoner tragen musste.

Zwischendurch eilte das gleiche Bürofrölein im Spitz-BH und toupierter Wicklerfrisur zum Chef. Emsig und chronisch freundlich lächelnd nahm es ein extrem langweiliges Brieflein nach Diktat aufs Stenoblöcklein auf, um es alsogleich einzuhämmern, mit mehreren Blaukopien, und im Unterschriftenordner für den Chef sorgfältig abzulegen.

Dann brauste der Telefax durch die Büros. Er revolutionierte alles. Damit konnten sogar handschriftliche Texte verschickt werden, ein technisches Wunder!

Mein damaliger Schwarm ging plötzlich fremd mit einem extrem klobigen und schweren Erikson Handy (oder schreibt man Erikkson, kein Ahnung). Nie hätte ich es zugegeben, aber ich war extrem neidisch.

Letzte Blamage vor 20 Jahren, als ich meinen Mann kennenlernte. Er war schon voll "auf Internet" mit Emails und so. Ohne den geringsten Selbstzweifel verkündete ich: "Das" brauche ich nicht! Meine Zahlungen ONLINE erledigen, geht's noch?"

Ja, dann gab es noch viele Zwischenstationen bis zur heutigen Zeit, wo ohne Internet und Social Media gar nichts mehr geht. Deshalb hat sich der FSFM-Vorstand entschieden, an der diesjährigen Hauptversammlung ein Seminar zu diesem Thema anzubieten. Ob man dafür oder dagegen ist, interessiert - niemanden. Diese Entwicklungen aus seinem Berufsleben auszuschliessen führen mit grosser Wahrscheinlichkeit auf ein Stumpengleis. 

Nach einigem Suchen haben wir uns als Referenten für Andreas Oppliger entschieden. Er führt eine Agentur für Kommunikation in Schwyz, ist Journalist und PR-Fachmann SPRI eidg. FA. Sein Referat war in zwei Teile gegliedert: Medienarbeit und Social Media. Beide Teile waren gut strukturiert, informativ und praxisbezogen. So sehr, dass sich am Schluss einige für eine eigene Social Media-Präsenz interessierten. Mitglieder können die gesamte Power Point im internen Bereich herunterladen.

Wir stellten Andreas Oppliger ein paar Fragen, die unsere Blogleser und Mitglieder interessieren können.

Wenn sich jemand für Social Media begeistern würde, wie ist das Vorgehen: muss man sich das alles selber erarbeiten oder gibt es Dinge, die du im Auftragsverhältnis übernehmen würdest?

Antwort: Mein Vorgehen orientiert sich immer an den Bedürfnissen des Kunden. In den meisten Fällen richte ich die Profile bei den entsprechenden Social-Media-Plattformen für den Kunden ein und gebe dann einen Crash-Kurs, der Bedienung, grundsätzliches Verhalten auf Social Media sowie der spezifischen Plattform umfasst. Da gehört auch das Wissen dazu, wie man attraktiven Content erstellt und unter die Leute bringt oder in Kampagnen denkt.

Gehen deine Engagements auch über eine Starthilfe hinaus?

Antwort: Ja, natürlich. Teils begleite ich die Kunden oder übernehme auch gänzlich die Betreuung der Plattformen im Mandat. Grundsätzlich aber finde ich, dass die Kommunikation auf Social Media wenn immer möglich von innen kommen soll, sprich vom Kunde ausgeführt wird. Das schafft Authentizität, was bei einer externen Betreuung nicht immer einfach umzusetzen ist.

Wie sähe das finanziell aus?

Antwort: Das ist schwierig zu sagen und kann auch stark variieren. Social Media dürfen nie als in sich geschlossen betrachtet werden, sondern sind Teil einer Unternehmenskommunikation, die zahlreiche weitere Instrumente umfassen kann. So bringt beispielsweise eine tolle Präsenz auf Social-Media-Plattformen nichts, wenn die Website des Unternehmens nicht für Mobilgeräte optimiert ist.

Was ist das Erste, was ein Farb- und Stil-Nobody in Social Media unternehmen sollte?

Antwort: Ein persönliches Profil erstellen, selber aktiv werden und die Social-Media-Plattform in den Alltag integrieren. Das ist nicht wie eine Weihnachtskarte, die man ein Mal im Jahr an seine Kunden versendet, sondern etwas, das das ganze Jahr über gelebt werden muss. Und das funktioniert nur, wenn man selber aktiv ist.

Welche Dienstleistungen bietest du mit deiner Agentur eigentlich an?

Antwort: Im Grunde genommen die gesamte Bandbreite an PR-Massnahmen. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Bereichen Web, Medien- und Textarbeit sowie Corporate Identity. Ich funktioniere wie eine Full-Service-Agentur: Ich kann einzelne Teilbereiche ausführen, aber auch die gesamte Projektleitung und -koordination übernehmen. Dabei kann ich auf mein breites Netzwerk zurückgreifen, das unter anderem aus Grafikern, Webprogrammierern, Fotografen, Textern sowie Werbeagenturen und weiteren PR-Profis besteht.

Als du an die Versammlung fuhrst, hast du dir bestimmt Gedanken gemacht über die Art der Personen, die dich erwarten. Wie hast du dich uns vorgestellt?

Antwort: Ich habe mir vorgestellt, wie ich vor die Versammlung trete und sogleich von allen bis ins letzte Detail durchleuchtet werde. Passen die Schuhe zu den Hosen? Und die Farben zum Typ? Hätten dann nur noch die Tafeln mit den Punktezahlen gefehlt... Nein, natürlich nicht. Ehrlich gesagt, habe ich mir da nicht so viele Gedanken zu einzelnen Personen gemacht, sondern mehr darüber, was für sie interessant sein könnte.

Und was löste die Realität dann für Gedanken und Gefühle aus?

Antwort: Die Realität war: Ich bin der einzige Mann und werde schon vom Personal am Tagungsort als – ich zitiere – «Hahn im Korb» empfangen. Aber eigentlich mache ich mir nicht viel aus so etwas, was nun überhaupt nicht negativ gemeint ist. Mensch ist Mensch, und ich versuche auf alle gleich zuzugehen. Dennoch: Es ist natürlich toll, als Mann ein Referat vor einer solchen Ansammlung gut aussehenden und adrett gekleideten Damen halten zu können.

Wenn du hörst, dass der FSFM nächstes Jahr 30 Jahre alt wird: Was löst diese Information bei dir als Kommunikationsprofi sofort aus?

Antwort: Ganz klar: Das ist ein guter Anlass, einer breiten Öffentlichkeit den FSFM näher zu bringen. Gerade für die Medienarbeit ist ein Jubiläum immer etwas, das die Türen zu Journalisten öffnen kann. Und beim FSFM kommt hinzu, dass die Farb-, Stil- und Imageberatung als Thematik jede Person irgendwie betrifft. Denn niemandem ist es vollkommen egal, was andere über einen denken. Spannend für die Medienarbeit fände ich anlässlich des Jubiläums beispielsweise, wie sich die Farb-, Stil- und Imageberatung in den letzten 30 Jahren gewandelt hat. Welche Trends gab es? Wie hat sich die Mode und das Bewusstsein der Gesellschaft dazu gewandelt?

Danke Andreas! Danke für das lehrreiche Seminar!

portrait neuget public - Agentur für Kommunikation
Andreas Oppliger, PR-Fachmann SPRI eidg. FA

Brüöl 4, CH-6430 Schwyz
mobile +41 76 545 16 18

| www.getpublic.ch






Achtung: Wir stellen Ihnen gratis einen einfachen Fragebogen zur Verfügung. Damit finden Sie heraus, wie Sie persönlich vorgehen sollten, um Ihre Präsenz auf den sozialen Plattformen zu verbessern.

PS. Übrigens erscheint in Kürze eine Fortsetzung zum Thema "Autorenrechte, Copyrights", was ist erlaubt, was nicht. Dranbleiben, wiederkommen, dazulernen und umsetzen!

Event mit Starvisagist Beni Durrer
100 years of Fashion in 2 minutes
 

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Montag, 20. November 2017