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Autorenrechte: Was wir wissen müssen

Autorenrechte

Dieser Blog ist kurz und zünftig.

Es ist die Fortsetzung des kürzlich veröffentlichten Blogs über Social Media und Pressearbeit für Anfänger. Nachlesen lohnt sich!

Heute geht es um die Autorenrechte. Was ist erlaubt und was nicht.

Erlaubt ist: "Man darf alles überall veröffentlichen, sei es gedruckt oder im Internet, sofern man die Quelle vermerkt. Also beispielsweise Quelle: Vogue Paris. Aber wenn man die Quelle vergisst, kann man gebüsst werden."

Liebe Menschen, Mitglieder, StylistInnen, ImageberaterInnen, KünstlerInnen, AbenteurerInnen, LebensererforscherInnen und was auch immer: schreibt Euch ganz dick hinter alle Ohren:

DAS IST FALSCH!

Man hört diese Aussage zwar immer wieder. Überall.

Überzeugt wird sie verkündet.

Und rundum eifriges, beistimmendes Kopfnicken.

Aber: Sie ist trotzdem komplett falsch.

Etwas Falsches, hundert Mal erzählt, bleibt trotzdem falsch.

Wir rufen Sie nochmals auf, Ihre Ohren nicht zu verschliessen vor dieser Tatsache.

Machen Sie es also nicht wie die fröhliche Lady auf dem Bild, sondern schauen Sie hin und hören Sie zu.

Da sich der FSFM vermehrt mit Bildern auseinandersetzt, wollte der Vorstand des FSFM aus erster Hand wissen, wie es nun wirklich steht mit den Rechten für Bilder, Autorenrechte und Copyrights.

Deshalb wurden Sekretärin und Präsidentin zu einem Anwalt geschickt, dessen Spezialgebiet genau diese Themen sind.

Wir zottelten ziemlich ernüchtert von dannen.

Aber schon nach ein paar Minuten hatten wir uns wieder gefasst, denn:

wir sagten uns: Lieber wissen, woran wir sind, als uns Probleme einhandeln.

Die Quintessenz des Gesprächs:

  • Die Gesetze über die Autorenrechte werden immer strenger. Ausserdem sind sie je nach Land unterschiedlich.
  • Innerhalb von Facebook ist das Teilen von Bildern und Texten erlaubt.
  • Ausserhalb ist die Publikation eines Bildes oder eines Artikels nur erlaubt, wenn der Autor/Urheber die schriftliche Erlaubnis dazu gegeben hat.
  • Beim Kauf von Agentur-Bildern darauf achten, für welche Zwecke und Dauer man die Bilder verwenden darf.
  • Es ist nicht erlaubt, ein Bild einer selber fotografierten Schaufensterpuppe zu veröffentlichen. Denn dadurch verletzt man die Rechte des Besitzers der Schaufensterpuppe bzw. des Geschäfts sowie der Kleidermarke der Schaufensterpuppe.
  • Es ist nicht erlaubt, ein fremdes Bild zu veröffentlichen, auf dem ein Model abgebildet ist. Dadurch verletzt man die Rechte des Fotografen, aber auch des Models sowie der Kleidermarken, die sie trägt.
  • Es ist verboten, eine "Collage" aus mehreren Bildern zu erstellen oder ein Bild mit Photoshop abzuändern in der Hoffnung, dass es nun anders als das Original und dadurch benutzbar sei. Jedes Bild verfügt im Hintergrund über einen bestimmten Code, der auch dann erkennbar ist, wenn man es abgeändert oder aus mehreren Bildern neu zusammengesetzt hat.
  • Die Veröffentlichung von youtube-Filmen ausserhalb von Facebook ist ohne schriftliche Genehmigung vom Autor nicht erlaubt.
  • Es ist unvorsichtig, sich zu sagen: Das merkt sowieso niemand. Tatsächlich gibt es mittlerweile professionelle Agenturen, die das Netz nach illegalen Veröffentlichungen absuchen. Mit nur zwei Mausklicks sieht man in Sekundenschnelle, wo überall ein Bild im Internet veröffentlicht ist.
  • Die Bussen können bis zu mehreren Tausend Franken betragen.

Fazit:

Lieber auf Nummer sicher gehen! Das heisst, entweder Bilder kaufen, Gratisbilder benutzen oder die Bilder selber machen. Dieses Vorgehen ist korrekt und auf diese Weise geht man kein Risiko ein, plötzlich, eventuell auch erst Jahre später, geahndet zu werden.

Das ABC für Pressetexte und Bloggerinnen
Hilfe, etwas schrecklich Peinliches ist geschehen!

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Kommentare 1

Gäste - ALPHAIMAGE Silvia Meeuwse am 24. November 2016

Eben habe ich gesehen, dass hier auf einem Blog einer Beraterin aus D doch tatsächlich meine Stoff-Foto-Idee samt meiner Titel-Texte 1:1 übernommen wurden und sie diese auf ihrer Website eingespeist hat.
Schön, dass meine Texte und meine Foto-Idee gefallen haben, spannender ist es jedoch, wenn Beraterinnen selber Dinge kreieren. Das wünsche ich für die Zukunft.

Eben habe ich gesehen, dass hier auf einem Blog einer Beraterin aus D doch tatsächlich meine Stoff-Foto-Idee samt meiner Titel-Texte 1:1 übernommen wurden und sie diese auf ihrer Website eingespeist hat. Schön, dass meine Texte und meine Foto-Idee gefallen haben, spannender ist es jedoch, wenn Beraterinnen selber Dinge kreieren. Das wünsche ich für die Zukunft.
Gäste
Sonntag, 19. November 2017