Back to Top
 

10 Jahre Firma Stilgerecht

Nicole Veser und Christian LeschzykNicole Veser, FSFM-Mitglied und ehemalige FSFM-Präsidentin, feiert mit ihrem Mann Christian Leschzyk in diesem Monat ihr zehnjähriges Firmenjubiläum. Es ist eine ausserordentliche Leistung, wie sie die Firma Stilgerecht GmbH aufgebaut und zum Erfolg geführt haben. Vorbilder soll man fragen, wie sie schafften, weil andere davon lernen können. Das tun wir jetzt.

Nicole Veser, erzähle bitte über deinen Werdegang.
Ich habe an der Universität Düsseldorf eine Marketingausbildung absolviert. Nach meinem Umzug in die Schweiz erwarb ich ausserdem den Eidg. Planer Marketing, um auch die Spezifika des Schweizer Marktes optimal abdecken zu können.

Wie kamst du zur Farb- und Stilberatung?
Im Rahmen meiner Marketingtätigkeit wollte ich unser Verkaufsteam für internationale Messen und Grossanlässe mit einer Corporate Fashion Kleidung ausstatten. Die Offerten, die ich damals von verschiedenen Anbietern erhalten habe, unterschieden sich in den Kleidungsvorschlägen extrem. Zudem musste ich erkennen, dass ich auf Grund meiner Marketingausbildungen eigentlich nicht in der Lage war, fachlich korrekt zu entscheiden, welche Offerte am Optimalsten unsere Ziele abdecken würde. Das bewog mich, mich zu diesem Thema weiterzubilden.

Wo hast du die Ausbildung zur Farb- und Modestilberaterin absolviert?
An verschiedenen Orten, zunächst in Deutschland und Österreich. Ich bin sehr froh um die vielschichtigen Erfahrungen, die ich auf diese Weise sammeln konnte. Diese konnte ich sehr gut nutzen. Mit der Ausbildung beim FSFM, von dessen Ausbildungskonzept ich nach wie vor am Überzeugtesten bin, konnte ich mir ein breites Basiswissen zu dem Thema aufbauen.

Wie kam es, dass du dich mit diesem neuen Beruf sogar selbständig machtest und eine gut bezahlte Kaderstelle aufgabst?
Je mehr ich mich mit dem Thema Kleidung und der Auftrittskompetenz befasst habe, desto mehr habe ich entdeckt, wie wichtig und vielschichtig das Thema im Corporate Branding ist. Als mich dann noch Marketingleiter, die ich über den SMC (Schweizer Marketing Club) kannte, angefragt haben, ob ich sie nicht im Bereich Corporate Fashion / Messetraining, usw. unterstützen würde, habe ich erstmals über eine Selbstständigkeit in diesem Bereich nachgedacht und wenig später den Schritt gewagt.

Dann ist auch dein Mann als selbständiger Businessknigge-Trainer und Coach ins Geschäft eingestiegen. Wie seid ihr finanziell vorgegangen?
Wer sich selbständig machen möchte und nicht auf gute Sponsoren oder eine finanzstarke Familie setzen kann, sollte immer erst Kapital ansparen. Wenn man nicht sehr viel Glück hat und gleich Mandate mehrerer Grosskunden übernehmen kann, muss damit rechnen, dass während der Aufbauphase eines Unternehmens mehr Geld benötigt, als verdient wird. Natürlich ist es einfacher, mit zwei regelmässigen Einkommen seine Budgetplanung zu machen, als mit fehlenden Fixgehältern. Da ging es uns so, wie vermutlich den meisten, die den Weg in die Selbstständigkeit vollzogen haben.

Heute seid ihr sehr erfolgreich. Ihr habt euch auf Firmenseminare spezialisiert und arbeitet mit einem mehrsprachigen Team. Was ist eure Erfolgsformel, die ihr Jungunternehmern mit auf den Weg gebt?
Unsere Erfolgsformel: Die Freude an dem, was wir tun und die Gewissheit, dass wir es auf unsere Weise tun. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte sich auf seine eigenen Werte und seine eigenen Erfahrungen stützen. Eine „Mee too“ Strategie, also der Versuch, andere nachzuahmen, ist fast nie erfolgreich. Unser Motto: immer bildungstechnisch „am Ball“ bleiben und die Dinge tun, an die man selbst glaubt.

Welche Empfehlung gebt ihr Neustartern:
Selbstständig heisst tatsächlich selbst und ständig. Wer sich mit der Selbstständigkeit ein ruhigeres Leben, als im Angestelltenverhältnis gehabt, aufbauen möchte, der kommt in der Regel nur sehr langsam vom Fleck. Vor allem am Anfang braucht es ein enormes Durchhaltevermögen und Willenskraft. Um da den Spass nicht zu verlieren, sollte man von der eigenen Tätigkeit absolut überzeugt sein. Und zumindest ein rudimentäres betriebswirtschaftliches Wissen gehört ebenfalls dazu. Auch sollte man sich realistische Ziele setzen und an diesen beharrlich festhalten. Und unser letzter Tipp: An jedem Arbeitstag mindestens einen Neu-Kundenkontakt.

Was sind eure Inspirationsquellen, die euch selber motivieren?
Unsere grösste Inspiration sind Unternehmer, die wir im Laufe unserer Berufstätigkeit kennen lernen durften, bei denen wir die grenzenlose Begeisterung für das, was sie tun, feststellen konnten. Natürlich bedarf es für den beruflichen Erfolg einer qualifizierten Ausbildung. Aber mindestens gleichbedeutend ist das Engagement und die Euphorie für das, was man tut. Das Zitat von Augustinus von Hippo, Gelehrter und römischer Philosoph: „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen“ gehört zu unseren wichtigsten Grundsätzen. Und diesen Grundsatz verfolgen wir  konsequent.

Was für Pläne habt ihr für die Zukunft?
Einerseits gibt es ein paar Themen, in die ich mein Wissen gerne vertiefen würde. Andererseits haben wir auch ein Privatleben, aufgrund der Selbstständigkeit kommt es leider häufig zu kurz. Zudem möchten wir auch mehr Zeit finden, uns für nicht kommerzielle Dinge engagieren und den eigenen Freundeskreis zu pflegen.

Liebe Nicole Veser und Christian Leschzyk, herzlichen Dank für das interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

www.stilgerecht.ch

Zoe Bee, Bloggerin, Präsidentin, Hauptausbilderin
Elisa Viveros, Bloggerin, Vorstandsmitglied

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Wie finden Sie diesen Blog? Bitte schreiben Sie den ersten Kommentar.
Gäste
Freitag, 24. November 2017