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Wie der FSFM die eduQua-Zertifizierung erhielt

b2ap3_thumbnail__MG_3651.JPGAndrea Hamidi, bitte beschreibe Dich, wer Du bist, was für einen beruflichen Background Du hast.
Ja, was soll ich über mich erzählen, so dass es auch gelesen und als interessant empfunden wird? Am 15.05.15 habe ich mein 50stes Lebensjahr begonnen. Zu meinem familiär geprägten Leben gehören mein Mann, meine erwachsenen Söhne (26 und 22), meine Pflanzen und meine Katze. Seit dem 10.02.10 führe ich meine eigene Firma, eine kleine GmbH. Vorher war ich jeweils etwa 5 Jahre lang in verschiedenen Firmen in Kaderpositionen tätig, stets in der Personalentwicklung und betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Im zweiten, parallelen Berufszweig bearbeitete ich verschiedene Projekte im Bereich Textilien und Mode. Ich leitete Nähkurse, organisierte, choreografierte und moderierte Modeschauen, nähte selbst zahlreiche Kleider und führte ein Textilatelier, in dem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erste Berufsversuche starten konnten. Ich mag Bier, Süss-Speisen, Berge und mein Zuhause.

b2ap3_thumbnail__MG_3589.JPGWarum hast Du im Jahr 2007 die Ausbildung zur Farb- und Modestilberaterin absolviert und im Jahr 2012 sogar die eidg. Berufsprüfung?
Als Business-Coach hatte ich seit dem Jahr 2000 über mehrere Jahre hinweg mit stellensuchenden Kaderleuten und Akademikern zu tun. Dabei stellte ich fest, dass solche Menschen trotz der guten fachlichen Qualifikationen kaum an ihrem Aussehen und an ihrem Auftreten arbeiten, mangelhafte Umgangsformen haben und sich über ihre Wirkung zu wenig Gedanken machen. Es schien mir naheliegend, sie in Bezug auf ihre berufliche Entwicklung noch besser beraten und begleiten zu können, wenn ich über das nötige Fachwissen verfüge. Meine Vorgesetzte unterstützte meinen Weiterbildungswunsch zur Farb- und Modestilberaterin, lizenzierter Knigge-Trainerin und Image-Coach. Im Jahr 2007 begann ich mit der Ausbildung. Im Jahr 2012 absolvierte ich die eidg. Berufsprüfung mit dem Ziel, als Fachperson für Referate, Seminare und Einzelberatungen professionell wahrgenommen zu werden.  

Was hast Du daraus gemacht, wie wendest Du dieses Wissen konkret an?
Seit 2010 führe ich meine eigene Firma, die ActaVeo GmbH. Eine Dienstleistung daraus heisst ‚stilgefühl‘, mit der ich Seminare, Beratungen und Konzepte für Firmen und Organisationen anbiete. Ich verbinde diese mit meinen anderen Angeboten in der Berufs- und Laufbahnbegleitung und trainiere Einzelpersonen in allen Themen rund um Farbe, Mode, Stil, Garderobe und Make-up. Mein Beratungsraum befindet sich in Solothurn, direkt beim Hauptbahnhof.

b2ap3_thumbnail_fsfm_eduqua_logo_gray_notx_20150605-084450_1.pngFür den FSFM hast Du das Zulassungsverfahren zur eduQua-Zertifizierung geführt und auch ausgeführt. Wie kamst Du zu dieser Aufgabe?
Für drei ehemalige Arbeitgeber leitete ich Projekte zur Qualitäts-Zertifizierung bzw. war für Qualitäts-Audits und Re-Zertifizierungen zuständig. Eines dieser Qualitäts-Labels ist eduQua. Als ich anfing, im Vorstand des FSFM mitzuarbeiten, brachte ich das Thema ein und schlug vor, das Qualitäts-Label eduQua zu erwerben, um der hervorragenden Qualität der Ausbildungen des FSFM einen offiziellen, professionellen Charakter zu geben. Da im FSFM ausser mir niemand Erfahrung mit Qualitäts-Zertifizierungen hatte, übernahm ich diese Aufgabe, mit Unterstützung der Ausbildungsverantwortlichen und der damaligen Leiterin der Geschäftsstelle.

Wieso ist diese Zertifizierung für den FSFM wichtig und was bedeutet sie konkret für den FSFM?
Der FSFM führt seine Geschäfte autonom, unabhängig von Subventionen oder anderen Zuwendungen. Die Geschicke des Vereins sind somit von einer effizient funktionierenden Geschäftstätigkeit und dem aktiven und erfolgreichen Verkauf der Aus- und Weiterbildungen abhängig. Um im wachsenden Markt der Anbieter solcher und ähnlicher Aus- und Weiterbildungen zu bestehen und um als Berufsverband als Anbieter erster Güteklasse aufzutreten, war es für den FSFM unabdingbar, seine Angebote mit einem Qualitäts-Label auszuzeichnen. In der Erwachsenenbildung ist eduQua DER Begriff für qualitativ höchststehende Aus- und Weiterbildungen und bestens geeignete Unterrichtspersonen mit entsprechendem Fachwissen, Erfahrung im Fachbereich und im Unterrichten. Der FSFM geht mit dem Erwerb des Labels zahlreiche Verpflichtungen ein, die Qualität stets auf höchstem Niveau zu halten, den Verband Markt- und Budgetgerecht prozessorientiert zu managen und dafür zu sorgen, dass sich die Unterrichtspersonen ständig weiterbilden.

Wie bist Du vorgegangen, damit wir schlussendlich im ersten Anlauf die Zertifizierung erhielten?
Es war ein wirklich grosses, umfangreiches Projekt. Um es kurz zu machen: Während einer Woche arbeitete ich intensivst an allen Anforderungen (17 Kapitel mit den jeweiligen mehr oder weniger anspruchsvollen Unterkapiteln) und erschuf eine elektronische und physische Ablage-Matrix, die die Kontrolle durch die Auditorin ermöglichte. Am Audit selbst stand ich der Auditorin, die ich an dem Tag kennenlernte, während zwei Stunden persönlich zur Verfügung, um Auskunft über identifizierte leichte Defizite und Massnahmen zu geben. Der Detaillierungsgrad der Unterlagen, deren Nachvollziehbarkeit und das Engagement des FSFM reichten aus, um das Label im ersten Anlauf zu erhalten. Es wäre wichtig gewesen, die Vorstandsmitglieder in Bezug auf eduQua zu schulen. Da der FSFM im Zertifizierungsjahr zahlreiche andere Projekte priorisiert hatte, blieb dieser Anspruch leider unerfüllt.

Bevorzugst Du persönlich Institutionen, die eduQua-zertifizeirt sind?
Ja, bei der Auswahl meiner eigenen Aus- und Weiterbildungen und auch der meiner Mitarbeitenden achte ich auf eduQua zertifizierte Anbieter.

Vielen herzlichen Dank an Andrea Hamidi, der FSFM schätzt sich glücklich, auf die Unterstützung von so kompetenten Mitgliedern zählen zu können.

www.actaveo.ch

Ein Tag im Leben eines Vorstandsmitglieds
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Montag, 20. November 2017